Sichtschutz für den Garten – Ideen, Anregungen und praktische Umsetzung

Sichtschutz für den Garten mit Pflanzen oder Sonnensegel
 
Um im eigenen Garten ungestört zu sein und sich gegebenenfalls vor zudringlichen Blicken der Nachbarn und Passanten zu schützen, stellt ein Sichtschutz die ideale Lösung dar. In diesem Artikel möchten wir Ihnen verschiedene Sichtschutz-Arten und deren Materialien vorstellen. Außerdem informieren wir über Voraussetzungen und Bedingungen und geben Tipps zur Montage und Befestigung.
 
Der Sichtschutz – praktischer Nutzen und dekoratives Element
Wer kennt das nicht? Die Haustür fällt ins Schloss und ein Gefühl der Ruhe und Geborgenheit tritt ein. In den eigenen vier Wänden lässt es sich gut gehen. Keine neugierigen Blicke von außen können durch das Mauerwerk in den Privatbereich vordringen. 
 
Warum sollte das nicht auch für Gärten und Terrassen möglich sein? Inzwischen gibt es viele kreative Ideen, sein natürliches Bedürfnis nach Distanz zu verwirklichen. Gleichzeitig bietet sich eine gute Gelegenheit, Garten oder Terrasse zu verschönern.
 

Dekorativ und originell muss der Sichtschutz für den Garten aussehen

Im Allgemeinen lässt er sich in zwei Kategorien einordnen. Es gibt den künstlichen und den natürlichen Sichtschutz. Unter den künstlichen werden die Arten zusammengefasst, die nicht aus natürlichen bzw. lebenden Materialien bestehen. Darunter zählen u.a. der Holzzaun, der Metallzaun und die Mauer. Vermehrt sind auch Kunststoffzäune zu sehen. Unter natürlichem Sichtschutz sind Hecken, Sträucher, Baumreihen, Schilfe und Kletterpflanzen zu verstehen.
 

Sichtschutzzaun – der Klassiker unter den Sichtschutzarten

Beim Jägerzaun sind die Latten längs angeordnet, so dass ein Muster entsteht.

Zäune sind die ältesten Schutz- und Begrenzungsmöglichkeiten, die es gibt. Davon ist der bekannteste der Lattenzaun.  Er steht vor allem zwischen Hinterhöfen mit anschließenden Gärten. Eine Abwandlung dieser Art ist der Jägerzaun.

Die beiden unterscheiden sich darin, dass der Lattenzaun aufrechte Bretter hat, während die Latten des Jägerzauns schräg angeordnet werden 

 

 

 

Bambus und Weide

Ein weitaus natürlicherer Sichtschutzzaun besteht aus Bambus oder Weide. Heutzutage sind Bambuszaunwände schon in Baumärkten erhältlich. Diese müssen dann nur noch aufgebaut und fixiert werden.

Die unter anderem aus Asien stammende Pflanze ist ein grasartiges, verholzendes Gewächs, das meterhoch werden kann. Der hohe Anteil an Lignin sorgt für einen starken Grad an Verholzung. Bambus ist schnell wachsend und robust genug, um als Gartendekoration, als Zaun oder als Sichtschutz verwendet zu werden.

Die ebenso beliebten Weidenzäune gibt es zwar im Handel; sie sind jedoch relativ einfach zu bauen.

Weide-Zaun selbst erstellen

Ein Zaun zum Selberflechten: Weidenruten sind robust und biegsam.

Über das Jahr lässt sich ein großes Bündel an Weidenruten sammeln. 

Sind genug Weidenruten vorhanden, braucht es noch zwei stabile Pfosten, um welche die Ruten geschlungen werden. Anschließend werden sie miteinander verflochten und mit Naturbast fixiert.

Weidenruten sind sehr fest und zäh und dabei sehr biegsam. Da die Weide unter Naturschutz steht, darf sie in der Regel nicht geschnitten werden. Gegen das Aufsammeln von gefundenem Weidenholz spricht jedoch nichts. Naturbast zum Binden gibt es in Bastelshops.

Weidenzäune sind relativ stabil und eignen sich daher auch gut als Windblocker.

Bangkirai  

Bangkirai ist eine der robustesten Holzarten. In regenreichen und kälteren Regionen braucht das Holz große Stabilität und Widerstandsfähigkeit, wenn es als

 Sichtschutzmaterial taugen soll. Hier bietet sich als Zaunmaterial Bangkirai (auch: Bankirai) an. Das Holz aus Südostasien kann eine Festigkeit besitzen, die bis zu 50 Prozent höher liegt als bei einer deutschen Eiche.

Auch Pilze oder Insekten können diesem Holz so schnell nichts anhaben. Damit ist Bangkirai eines der wetterbeständigsten und härtesten Holzarten schlechthin. Beim Aufstellen des Zauns sollte bedacht werden, dass dieses Holz mit verzinkten Metallen reagiert und schwarz werden kann. Edelstahlschrauben sind hierbei die bessere Lösung.

Sichtschutzwand

Sichtschutzzaun aus Holz als Alternative zur herkömmlichen MauerIm Grunde ist eine Sichtschutzwand nichts anderes als ein Sichtschutzzaun oder eine Mauer. Hier zählt nicht das Material, sondernd die Funktion.

Sichtschutzwände können aus Holz, Metall, Glas oder Pflanzen bestehen. Im Unterschied zu Zaun, Mauer oder Hecke werden diese Sichtschutzelemente nicht als Einfriedung bzw. Grundstücksmarkierung verwendet. Sie stehen als dekorative, blickdichte Trennwand mitten im Garten. So werden Sichtschutzwände gern als Abtrennung zur Terrasse, zum Pool oder zur Liegewiese eingesetzt. Der Garten wird sozusagen optisch in seine einzelnen Bereiche eingeteilt.

Dabei kann die Wand fest montiert wie ein Sichtschutzzaun, aufgebaut wie Gabionen oder flexibel verwendet werden wie ein Paravent.

Paravent – die gelenkige Stellwand aus Frankreich

Paravent in VietnamDie einst in Frankreich als Windblocker eingesetzte mobile Wand hat sich im Garten sehr beliebt gemacht, indem ihr Aufgabenfeld frühzeitig erweitert wurde. Heute ist ein Paravent ein mobiler Schutz gegen Wind, aber auch Schattenspender und Sichtschutz in einem. Gleichgroße Bretter werden durch Ösenverbindungen zu einem beweglichen und zusammenklappbaren Ganzen gefertigt. Durch die Zwischengelenke kann der Paravent als Stellwand beliebig platziert werden.

Als allgemeine Trennwand wurde er nicht nur im Außenbereich eingesetzt. Auch als Umkleide in Frauenzimmern in der Frühen Neuzeit oder als Markierung eines Séparées in Restaurants und Salons war der Paravent anzutreffen.     

 

 

 

PDF zu Vor- und Nachteilen von Sichtschutzarten » Hier!

     

 

Sichtschutzmatte als Zierde und gegen neugierige Blicke

Sichtschutzmatten aus Holz bestehen aus Bambus, Schilf oder Weide als Deko Sichtschutz.Sichtschutzmatten sind nichtselbstständig stehende Sichtschutzelemente, die zum Schutz vor neugierigen Blicken, aber auch als Deko verwendet werden. Sie kommen zum Einsatz, wenn es irgendwo unschön aussieht oder ein Zaun zu viele offene Stellen aufweist. Die Matten werden meist aus Holz oder Kunststoff hergestellt. Bekannte Sichtschutzmatten aus Holz bestehen aus Bambus, Schilf oder Weide. Sie geben dem Garten einen natürlichen Charme. Kunststoffmatten können dagegen in verschiedenen Farben erworben werden. Ob Holz oder Kunststoff, beide Arten sollten UV-beständig und wetterunempfindlich sein, da sie einmal angebracht, selten wieder entfernt werden. Sichtschutzmatten zieren einfache Grundstücksmarkierungen als Blende oder werden als hängender Sichtschutz an Gebäuden, Terrassen oder Eingängen verwendet. 

 

Brennholzstapel als Gartendeko 

Holz wird als natürlicher Sichtschutz immer beliebter – und in dieser Hinsicht darf es gern kreativ werden. Auch dekorativ in Szene gesetzte Brennholzstapel können ein Blickfang sein. Warum zum Beispiel Brennholz oder Kaminholz verstecken? Ordentlich aufgestapelt, ist auch hier ein attraktiver Sichtschutz möglich. Selbst ein unschöner Maschendrahtzaun kann aufgewertet werden bzw. ganz „verschwinden“, wenn er vor einer aufgestellten Holzwand steht. 
 
Kreative Gartendeko: Brennholzstapel
 
Für diese originelle Sichschutzblende werden als Seitenpfeiler einige Holz- oder Metallpfosten verwendet, die witterungsbeständig sein sollten. Sie stützen die aufgetürmte Holzwand. Unter dem Holzstapel sollte eine Unterlage liegen, zum Beispiel nicht rostende Rohre aus Plastik. Diese bildet das stabile Fundament und sorgt dafür, dass das wetterempfindliche Holz nicht schimmelt. Um Vorder- und Rückseite zu stützen, können auch gespanntes Drahtseile oder – um es natürlicher aussehen zu lassen – Holzbalken verwendet werden. 
 
Mit dieser Gartendeko klärt sich nicht nur die Frage nach der Abgrenzung zum Nachbarn, sondern auch die Frage: Wohin mit dem Brennholz? Manche Gartenliebhaber gehen so weit, eine Holzmauer zu bauen. Hier ist der Gedanke an Brennholz nicht mehr vordergründig. Auch das Dekorieren von Häuserfronten mit Holzstapel dient in erster Linie als Eyecatcher denn als Kaminfutter, fällt aber in die Kategorie Brennholzstapel.
 
Wie hoch Sie eine Mauer bauen oder eine Hecke wachsen lassen können und welchen Abstand Sie zur Nachbarsgrenze einzuhalten haben, ist in den Nachbarrechtsgesetzen der einzelnen Bundesländer festgeschrieben.
Mehr zu den rechtlichen Aspekten von Sichtschutz erfahren Sie unter
Rechtliches zum Sichtschutz.
 

Natürlicher Sichtschutz: Hecken und Kletterpflanzen

Das althochdeutsche Wort „Heck“ steht für schützen und behüten. Parallel zum Zaun als Sichtschutz und Begrenzung wurde die Hecke als natürliche Abgrenzung genutzt. Schon die Bauern zur Zeit der Dreifelderwirtschaft ordneten Pflanzenreihen linienförmig an, um ihr Gebiet zu markieren. 

Je nach Anspruch an den grünen Sichtschutz lassen sich Hecken unterteilen. Von ihrer Struktur her sind sie gegliedert in Niederhecken, Hochhecken und Baumhecken. Von ihrer Beschaffenheit her sind sie unterteilt in Nadel-, Laub- oder Mischhecken. Auch von Blütenhecken ist mitunter die Rede.
 
Zudem gibt es Sicherheitshecken, die eine natürliche Alternative zum Stacheldraht darstellen. 

Natürlichen Sichtschutz bieten Hecken wie die BuchenheckeEine beliebte Laubhecke ist beispielweise die Hainbuche, auch Weißbuche genannt. Ihr Laub behält sie teilweise bis in das Frühjahr hinein. Sie ist frostresistent. Aufgrund ihrer Dichte kann sie auch als Windschutz dienen. Die Hainbuche ist von Europa bis in den Orient hinein verbreitet.
 
 
Die Nadelhecke Thuja Brabant sowie die Scheinzypresse gehören zu den am schnellsten wachsenden Nadelgehölzen. Braucht ein grüner Sichtschutz in der Regel drei bis fünf Jahre, verkürzt sich die Zeit bei der Thuja Brabant und der Zypressenart um gut ein Jahr.
 
Dabei sollte allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass sie auch nach der gewünschten Höhe weiterwachsen werden. Schnellwachsende Hecken benötigen viel Pflege, da sie sonst sehr leicht verwachsen können. 
 
 
Die Prachtspiere ist pflegeleicht. Sie kann weiße oder rötlich bis lilafarbene Blüten tragen
Als Blütenhecke oder Zierstrauch ist die Prachtspiere sehr beliebt. Ihre weißen Blüten ähneln denen von Flieder. Da sie sehr dicht wächst, ist sie auch als kahler Strauch im Winter noch immer ein hervorragender Sichtschutz.
 
 


Blütenhecke und Sicherheitshecke in einem ist die Apfelrose. Sie wächst so dicht, dass wenige Lücken bleiben. Die Blätter sind doppelt gesägt und scharf. Ihre spitzen Stacheln tun ein Übriges, um selbst Tiere von dem Strauch fern zu halten. 
 
Die Apfelrose-Hecke ist Sichtschutz und Sicherheitshecke zugleich.Die Blätter haben eine sattgrüne Farbe, die Blüten selbst sind zartrosa und weiß. Mit der Apfelrose lässt sich ein schöner Schutzwall heranziehen. Auch Kletterpflanzen bieten einen Sichtschutz vor neugierigen Blicken – unabhängig davon, ob sie an einer Gartenmauer, einem Gartenzaun oder einer sogenannten Rankhilfe hochwachsen.
 
 

Rankhilfe als Sichtschutz

Bereits nach einem Jahr können frisch erworbene Rankpflanzen Sicht-, Sonnen- und Windschutz bieten. Wer seine grünen Zöglinge bereits vorgezogen kauft, hat schon nach ein paar Wochen das gewünschte Ergebnis.
 Kapuzinerkresse: essbarer Sichtschutz mit rötlichen Blüten.
Zu einer der beliebtesten Rankpflanzen hat sich die Kapuzinerkresse gemausert. Sie hat gelb-rötlich bis violette Blüten und ist auch sehr gut als Verzierung für Salate geeignet.
 
Die Schwarze Susanne ist zwar nicht essbar, aber dafür sehr robust. Sie blüht den ganzen Sommer lang, trägt gelbe Blüten und breite, ovale Blätter.  


 
 
Kletterpflanzen brauchen oft Rankhilfen. Dafür sind vor allem Bambusstäbe oder Holzspaliere geeignet. Je nach Gewicht der Pflanze wird die passende Rankhilfe ausgewählt. 
 
Natürlicher Sichtschutz selbst gemacht: Wie schon beim Sichtschutz Holzrahmen mit Stoffbespannung benötigt auch dieses Modell ein witterungsbeständiges rechteckiges Holzgestell. Dieses Mal wird jedoch kein Markisenstoff verwendet. Anstelle des textilen  Materials wird ein stabiles Rankgitter aus Draht bis zu 2 cm tief in das Holz des Rahmens eingelassen. An das Holzgestell wird ein Blumenkasten angebracht, der die gleiche Länge aufweist wie der Rahmen.
 
Je nach Beschaffenheit des Bodens kann das Sichtschutzgerüst nun im Boden verankert werden. Dazu werden zwei Ringschrauben unter die Füße des Rahmens geschraubt. Bei härterem Boden sollten stattdessen an das Holzgestell stabilisierende Winkel befestigtet werden. Sobald die Rankpflanzen das Gitter für sich erobert haben, ist ein natürlicher und je nach Pflanzenart farbenfroher Sichtschutz entstanden, der jedes Jahr neu gestaltet werden kann.
 

Exkurs: Balkonsichtschutz

Die meisten Sichtschutzarten für den Garten sind oft auch für den Balkon verwendbarDie meisten Sichtschutzarten für den Garten sind oft auch für den Balkon verwendbar.

Im Grunde ist ein Balkon ein kleiner Außenbereich für sich. Zwei bis drei Seiten gehören zur Wohnung. Eine jedoch führt immer nach außen. Gerade in sehr bewohnten Stadtvierteln, in denen Balkon auf Balkon folgt, ist Privatsphäre erwünscht.

Dabei können Sichtwände wie leichte Paravents aus Bambus, Sonnensegel und Markisen, Sichtschutzmatten für das Geländer sowie Rankgitter mit Hänge- oder Kletterpflanzen hilfreich sein. 

An Balkonen, die zur Straße hinausgehen, ist immer häufiger eine sogenannte Balkonumspannung zu beobachten. Das Material aus Kunststoff oder Acryl wird um den gesamten Außenbereich des Balkons gespannt. Die Balkonumspannung gibt es inzwischen in gleicher Farbwahl mit dem Sonnensegel oder der Markise, was nicht weiter verwundert, da teilweise der gleiche Stoff verwendet wird. So strahlt Ihr Balkon im einheitlichen Orange, Blau- oder Grünton. Sie sind geschützt von allen Seiten vor neugierigen Blicken und von oben vor allzu viel Sonneneinstrahlung.

Des Weiteren erhalten Sichtschutzwände wie leichte Paravents aus Bambus, Sichtschutzmatten für das Geländer sowie Rankgitter mit Hänge- oder Kletterpflanzen Ihre Privatsphäre.

Bei den Kletterpflanzen können Sie wählen zwischen robusten, aber langsam wachsenden winterharten Pflanzen oder den schnellwachsenden, aber ebenso schnell vergehenden einjährigen Pflanzen. Wie der Name schon sagt, blühen und gedeihen diese Kletterpflanzen ein Jahr, dann müssen Sie wieder neue erwerben. Wer jedoch jedes Jahr einen neuen Balkonsichtschutz haben möchte, für den eignen sich die einjährigen Pflanzen. Angenommen, dieses Jahr ziehen Sie sich die Glockenrebe heran, und ein Jahr später steht Ihnen dann der Sinn nach einem Balkonsichtschutz aus Ruhmeskrone. Dass die einjährigen Pflanzen nur ein Jahr blühen, liegt daran, dass sie den Winter nicht überstehen – ganz im Gegensatz zu den winterharten Pflanzen. Efeu, die Trompetenblume oder die Waldrebe bieten Ihnen Jahre lang eine bunte blickdichte Sichtschutzwand, wenn sie erst einmal eine entsprechende Dichte erreicht haben.

Vom Maschendrahtzaun zum geschmiedeten Tor

Eine längere Lebensdauer als Holz oder Pflanzen hat Metall. Daher sind auch Zäune aus diesem Material wesentlich länger nutzbar. 
Zu diesen Zaunarten gehören der Maschendrahtzaun, der Aluminiumzaun sowie gusseiserne und geschmiedete Zäune. 
 
Aluminiumpfosten sollten nicht einbetoniert, sondern in Edelstahlhülsen oder in Hüllen aus verzinktem Stahl eingesetzt werden. Aluminium entwickelt durch Kontakt mit frischem Beton deutliche Korrosionsschäden, was in den Hülsen nicht passieren kann.
 
Ein Maschendrahtzaun mit Blumentopf. Die Maschen sind gute Rankhilfen für KletterpflanzenDie am leichtesten zu befestigen und am weitesten in Gärten verbreitete Zaunart ist der Maschendrahtzaun. Um diesen Zaun aufzubauen, sind Metallpfosten zur Stabilisierung und Festigung sowie der eigentliche Maschendraht vonnöten.
 
Stehen die Pfosten im festgelegten Abstand, wird der Maschendraht um die Pfeiler geschlungen.
 
Der Maschendrahtzaun ist in verschiedenen Farben von schwarz über silberfarben bis grün erhältlich, sodass auch hier ein gewisser Grad an dekorativer Freiheit besteht. Zudem können die stabilen Maschen als Rankhilfe für Kletterpflanzen verwendet werden.
 
Stabgitterzäune sehen elegant aus und eignen sich für Rankpflanzen
Ein echter Blickfang sind Stabgitterzäune mit ihren Pfeilspitzen. Da die meisten feuerverzinkt oder pulverbeschichtet sind, benötigen diese Zäune wenig Pflege und sind auch vor Korrosion weitgehend geschützt.
 
 
Dasselbe gilt für die immer mehr in Mode kommenden Doppelstabmatten. Auch sie sind feuerverzinkt und/oder pulverbeschichtet und daher sehr widerstandsfähig. 
 
Doppelstabmatten als Begrenzung, Ballfangzaun oder SichtschutzDoppelstabmatten bestehen aus innenliegenden senkrechten und doppelt angeordneten außenliegenden waagerechten Stäben. Sie werden oft in Kindergärten oder Schulen als Begrenzung und als Ballfangzaun eingesetzt. Aber auch für den Privatgebrauch wird das Zaunsystem zunehmend beliebter.
 
Die Zäune werden meist in den Farben Grün, Grau, Schwarz oder Blau (in Industriegebieten) hergestellt. Grüne Doppelstabmatten-Zäune sind schon des Öfteren in den Gärten als Einfriedung und Sichtschutz zu sehen.  
 
Sie sind wesentlich stabiler als der Maschendrahtzaun, in der Anschaffung aber auch entsprechend teurer. 


 
Wer sich für einen Metallzaun als Sichtschutz entscheidet, sollte auch Aluminium in Betracht ziehen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Aluminium rostet nicht, muss demnach auch nicht gestrichen werden und lässt sich mühelos bei Bedarf reinigen.
 

Kunststoff und Stein als Alternative

Einen ähnlichen Vorteil bieten Befestigungen aus Kunststoff. Sie sind wetterfest, stabil und benötigen nur geringen Aufwand an Pflege. Das Material kann nahezu in allen Farben und Stilen erworben werden. Selber bauen muss man einen Kunststoffzaun nicht. Die Baumärkte bieten bereits Zaunsysteme aus Kunststoff an.
 
 Ein Zaun aus Kunststoff ist pflegeleicht und wetterbeständig     
 
Typische Begrenzungen, die ebenso Sichtschutz bieten können, sind Mauern. Wer an eine Mauer denkt, sollte keine Hinterhofmauer vor sich sehen. Heutzutage gibt es viele kreative Möglichkeiten. Beispielsweise versprühen Natursteine im Mauerwerk als dekoratives Element einen ganz besonderen Charme. Als Naturstein ist Travertin sehr gut geeignet. Solch eine Natursteinmauer wird auch oft mit Kletter- oder Hängepflanzen dekoriert. 
 
Dekowand aus Steinen: Gabionen Neben den Natursteinmauern erfreuen sich auch Gabionen seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Die verzinkten Drahtkörbe mit loser Steinansammlung finden sich oft an den Rändern von viel befahrenen Straßen wieder.
 
Bis zu 4 Kubikmeter groß kann ein solcher Drahtkorb sein. Ihre ursprüngliche Aufgabe besteht darin, als Gezeitenschutz- und Lärmwall zu dienen. Außerdem sind sie Windschutz und Wärmespeicher in einem. Auch als Hochbeet-Absteckung oder Hangabsicherung werden sie verwendet. Die lockere Zusammenfügung der Steine lässt jede Gabione anders aussehen und macht sie so zu einem dekorativen Element auch für den heimischen Garten.  
 

Eine wesentlich einfachere Art des Sichtschutzes ist ein Sonnensegel. Es bietet Schutz vor Sonne und Wind und kann genauso gut Privatsphäre schaffen. Im Gegensatz zu einem Zaun oder einer Mauer kann das Sonnensegel überall im Garten aufgestellt werden, ein mobiler Sonnenschutz sozusagen. Auch die Form lässt sich je nach Standort variieren. Ein Sonnenschirm beispielsweise benötigt durch das Aufspannen der Schirmdecke und den mittig positionierten Ständer viel Platz.
 


Sonnensegel ist eine einfache und effektive Methode für guten Sichtschutz und gegen UV-Licht.Das Sonnensegel hat weder Spannglieder noch zwangsläufig einen Ständer und lässt sich daher in jeder erdenklichen Form dehnen. Ob es als Dach oder als Seitenwand dienen soll, entscheidet allein der Nutzer.
 
Stoffarten, die gern für Sonnensegel verwendet werden, sind aus Acryl mit Polyester oder PVC. Acryl bietet unter den Sonnensegelmaterialien den besten Schutz vor UV-Strahlung. PVC dagegen ist witterungsbeständig und schmutzabweisend.


 
 
Ausgangsformen eines Sonnensegels können ein Dreieck, ein Quadrat oder ein Rechteck sein. Die Form kann sowohl einen geraden Saumverlauf als auch eine nach innen gebogene Saumlinie aufweisen. 

Beim Spannen eines Sonnensegels sollte immer darauf geachtet werden, dass eine Neigung von mindestens 14 Grad gegeben ist. So kann das Regenwasser besser ablaufen und sammelt sich nicht an einer Stelle zu einem sogenannten Wassersack. 



Als zusätzliche Terrassenwand aus Kunststoff bietet sich ebenso eine Seitenmarkise an. Im Gegensatz zu einer Markise, wie Sie sie zum Beispiel am Außenfenster montieren, können Sie eine Seitenmarkise für Ihre Terrasse und Ihren Garten nutzen. Diese praktische Sichtschutzblende und Windblocker besteht aus der eigentlichen Markise und zwei eckigen Pfeilern aus Stahl oder Hartplastik. In dem einen befindet sich die auszurollende Markise. Am anderen ist die Halterung für die Markise angebracht. Diese selbst hat zumeist einen Griff, an dem Sie sie fassen und ziehen können. Solche Seitenmarkisen sind gut 3 m lang und eignen sich beispielsweise, wie bereits erwähnt, als temporäre Terassenwand. Wenn Sie Bedarf an einem Sichtschutz haben, ziehen Sie sie aus dem einen Pfeiler heraus und fixieren sie am anderen. Wenn Ihnen die Seitenmarkise gerade den Blick versperrt, dann ziehen Sie sie wieder zusammen.  

 

 

 

Sichtschutz selbst gemacht:

  Man nehme einen 2 m hohen rechteckigen Holzrahmen, versehe diesen mit stabilen Haken. Dann wird ein mit Ösen an den Rändern gelochter Stoff in die Haken des Rahmens eingehakt. Anschließend werden Ringschrauben in den an den Unterseiten des Rahmen eingedreht, die als Verankerung dienen.
 
  Zur Stabilisierung sollten im hinteren Bereich des linken und rechten Rahmenteils zwei zusätzliche Stützelemente angebracht werden, die, wie bei einem Fotorahmen, das Holzgestell abstützen. 


 
  Als Stoff eignet sich Markisenstoff, das Material, aus dem die Sonnensegel hergestellt werden. Der Holzrahmen sollte witterungsbeständig sein. Geeignet sind daher für dieses Vorhaben Holzarten, die bereits für den Terrassenbau verwendet werden, wie zum Beispiel das Douglasier-Holz.
 
Welche Art von Sichtschutz für den Garten auch Verwendung findet, wichtig dabei ist: Er lässt sich in das Gesamtbild des Gartens einbinden und trägt zur Schaffung eines wohl verdienten Rückzugsortes bei. 
 
 

Tipp:

Zusammenfassend findet sich unter dem Artikel eine Tabelle zum kostenlosen herunterladen, in der die Sichtschutzarten mit ihren Anwendungen, Vor- und Nachteilen sowie möglichen Kosten aufgelistet sind.

 
 
Ergänzende Informationen zum Artikel:
Haus & Garten.info – Sichtschutz: Hecken, Zäune und Mauern
mein-schoener-garten.de – Die besten Heckenideen
blog.nr-01.de - Garten und Pflanzenblog
 
 
Bildquellen:
Fotolia.com (Einzelnachweise siehe Impressum)
Bild Doppelstabmatten und Gabionen - Quelle: haus-gartenportal.de/sichtschutz.htm
 
 
 
 


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