Gartengeräte Erstausstattung: Diese Geräte benötigen alle Gärtner

Verschiedene Gartengeräte in einer Schubkarre

Wer sich einen Garten anschafft, sollte sich einer Tatsache bewusst sein: Wenn die eigene Landparzelle schön aussehen und reiche Ernte einfahren soll, muss sich der Besitzer oder Pächter auf viel Arbeit einstellen. Unverzichtbar dafür ist ein Repertoire an Gartengeräten, mit denen Boden, Pflanzen und Bäume gehegt und gepflegt werden können. Doch was benötigt der frischgebackene Gärtner unbedingt, um in seinem Garten schalten und walten zu können? Wir verraten es Ihnen in diesem Artikel!

Vor dem Gerätekauf: Beschaffenheit und Bestand des Gartens prüfen

Der Entschluss, tätig zu werden und aus dem Garten eine Gemüseplantage, eine Wohlfühl-Oase oder etwas von beidem zu machen, ist der erste Schritt. Die Erkenntnis, dass es dafür gewisser Gerätschaften und Kenntnisse bedarf, ist die Einsicht, die unmittelbar darauf folgen sollte. Aber um auch die richtigen Geräte zu besorgen und sich hinterher nicht darüber ärgern zu müssen, alles wieder umtauschen zu müssen bzw. umsonst angeschafft zu haben, ist es vor allem wichtig, sich den Garten und seine Besonderheiten genau anzusehen. Nur so können Ableitungen über geeignete Gerätschaften getroffen werden.

Der Gartenboden: Beschaffenheit prüfen und Maßnahmen ableiten

Ein guter und nährstoffreicher Boden ist elementar für das Wachstum der Pflanzen – so viel ist klar. Auch hier gibt es natürlich mehr und weniger genügsame Pflanzensorten. Doch auch für die Wahl von Gerätschaften und Gartenausrüstung spielt die Beschaffenheit des Bodens eine nicht unerhebliche Rolle. Denn das Material, aus dem Spaten, Harke und Co. bestehen sollten, hängt stark von der Natur des Bodens ab, der mit ihnen bearbeitet werden soll.

Sandboden

Wenn es sich bei dem Boden in Ihrem Garten um einen eher sandigen Untergrund mit vergleichsweise „fluffiger“ Konsistenz handelt, sind Gartengeräte, dessen Metallteile aus Blech bestehen, zur Bearbeitung und Kultivierung völlig ausreichend. Jedoch sollten Sie genau prüfen, ob der gesamte Boden in Ihrem Garten diese Eigenschaften aufweist. Wenn dies nur auf einen Teil der zu bearbeitenden Fläche zutrifft, sollten Sie auf robusteres Werkzeug zurückgreifen. 

Humoser Boden

Die Beschaffenheit von humosem Boden ist eher krümelig. Wenngleich schon schwerer als sandiger Boden, so ist er doch noch eher den leichten Böden zuzuordnen.

Tonerde

Sehr fruchtbar, aber schwer zu bearbeiten – so lässt sich Tonerde am besten beschreiben. Tonerde ist ein exzellenter Wasserspeicher, neigt aber dazu, gerade im Sommer ungewöhnlich fest und hart zu werden. Im Winter dann eher klebrig, aber immer noch sehr fest, ist dieser Boden definitiv ein Kandidat für die Bearbeitung mit robusten Gerätschaften.

Lehmboden

Wenn Sie Lehmboden in Ihrem Garten haben, müssen die Geräte, die für die Durchpflügung und Bearbeitung desselben herhalten sollen, eine große Robustheit und Widerstandsfähigkeit aufweisen. Hier sind geschmiedete Spaten, Hacken und Harken zu empfehlen. Die Mischung aus Sand- und Lehmpartikeln stellt für Ihre Pflanzen optimale Bedingungen dar, da dieser Boden alle positiven Eigenschaften von Gartenböden in sich vereint: fruchtbar, gut zu bearbeiten, gute Wasserspeicherfähigkeit bei gleichzeitig geringem Wasserüberschuss (gute Abflusseigenschaften).
 

Kalkboden

Solide Gartengeräte sind auch empfehlenswert, wenn es sich um Kalkboden handelt. Abgesehen davon, dass er zur Nutzung erst noch mittels Dünger und Torf „optimiert“ werden sollte, verlangt der Umstand, dass er sehr steinig ist, Gerätschaften aus Material, die sich nicht leicht verbiegen oder Scharten bekommen. Daher sind Geräte aus Blech für einen Kalkboden nicht zu empfehlen.

Bestandsaufnahme: Was wächst in meinem Garten?

Wenn ein Garten den Besitzer wechselt, ist in der Regel schon allerlei Fauna vorhanden. Vor dem Gerätekauf gilt es, hier eine Bestandsaufnahme zu machen. Daraufhin sollten Sie sich ein paar Fragen notieren, diese für sich beantworten und das Ergebnis am besten schriftlich festhalten. Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, lassen sich Ableitung hinsichtlich des notwendigen Geräterepertoires treffen. Hier finden Sie einige Fragen zur Unterstützung.

Befinden sich Bäume in meinem Garten?

Diese Frage erscheint auf den ersten Blick banal und ist mit einem einfachen Ja oder Nein zu beantworten. Aber an diese erste Frage reihen sich eine ganze Reihe weiterer Fragen, die in direktem Zusammenhang stehen:

  • Um was für Bäume handelt es sich (Laubbäume, Nadelbäume, Obstbäume, Zierbäume…)?
  • Sollen all diese Bäume bleiben oder wird der eine oder andere weichen?
  • Sind die Bäume gesund – und wenn nicht: Sind sie zu retten?
  • Handelt es sich um schnell oder langsam wachsende Bäume?
  • Welche Höhe haben die Bäume und wie hoch können sie noch werden?

Was möchte ich in meinem Garten anpflanzen?

Die wenigsten Gartenbesitzer lassen ihren Garten wild vor sich hin wuchern und schneiden nur an den Stellen etwas zurück, wo es sich absolut nicht mehr vermeiden lässt. Das Extrem (Nagelscherenrasen) ist da schon weiter verbreitet; doch die breite Mehrheit bewegt sich irgendwo dazwischen. Je nachdem, ob sie einen Ziergarten, einen Nutzgarten oder eine Mischform anstreben, gilt es im Vorfeld, sich Gedanken zu machen und einen groben Bepflanzungs- und Gestaltungsplan zu erstellen.

Garten Einsteiger benötigen eine Schaufel

  • Möchte ich Blumenbeete anlegen?
  • Welche Gemüse- und Obstsorten möchte ich aussähen und ernten?
  • Welche Flächen meines Gartens sollen zum Relaxen und Wohlfühlen reserviert bleiben und wie sollen diese gestaltet werden?
  • Ist mein Garten durch Hecken, Zäune oder Mauern eingegrenzt?
  • Hat mein Garten einen Teich – oder möchte ich einen Teich anlegen?

Diese (und sicher noch einige weitere Fragen, die Sie als Gartenneubesitzer haben) helfen Ihnen vorab bei der Auswahl der Gartengeräte-Grundausstattung, die wir in den folgenden Abschnitten etwas genauer vorstellen möchten.

Gartengeräte-Grundausstattung: nützliche Helfer für den Garten

Die folgenden Gerätschaften und Accessoires sind unverzichtbar für die Gartenarbeit oder leisten zumindest gute Dienste. Abhängig davon, wie Sie die obigen Fragen beantwortet haben und wie Ihre sonstigen Pläne für die Gartengestaltung aussehen, sollten Sie sich einige der folgenden Gartengeräte näher anschauen.

Schubkarre
Je nach Herkunft und Region auch Schiebkarre oder Schubkarren genannt. Unverzichtbar für die Gartenarbeit, da sie Ihnen bei der Beförderung größerer und sperriger Lasten hilft – ob es sich nun um Laubsäcke, Brennholz, Erde, weitere Gartenutensilien oder auch Ihre Kinder können mit ihr mühelos über größere Distanzen transportiert werden.

Schaufel
Auch Schippe genannt, nicht mit einem Spaten zu verwechseln. Dient vorrangig zur Verlagerung größerer Mengen Erde beim Ausheben von Pflanzlöchern, Teichen, Gruben etc.

Spaten
Wird seinerseits gern mit einer Schaufel gleichgesetzt, ist aber etwas anderes. Durch seine kleinere Oberfläche und seine verhältnismäßig scharfe Kante ist der Spaten ein „Grabwerkzeug fürs Grobe“, mit dem auch widerspenstige Böden gefügig gemacht, kleinere Wurzeln durchtrennt und Furchen gezogen werden können.

Auswahl an Harken und Hackwerkzeugen

Harke
Im norddeutschen Sprachraum auch als Forke bekannt, in Mittel-und Süddeutschland auch unter dem Namen „Rechen“ ein Begriff. Zum Zusammenkratzen (= Rechen) von Laub, Ästen und Pflanzenteilen unerlässlich. Leistet manchmal auch gute Dienste bei der Entfernung kleinerer Wurzeln und Unkraut.

Hacker
Hört sich komisch an, ist es aber nicht: Eine Hacke bzw. ein Hacker dient der Auflockerung des Bodens und ist somit für das Anlegen neuer Beete unerlässlich. Denn nur krustenfreier Boden nimmt Saatgut optimal auf und gewährleistet optimalen Wasser-Luft-Austausch im Beet.

Sauzahn
Dieser Gartenhelfer verdankt den Namen seiner spitzzulaufenden Form. Das auch als Tiefenlüfter bezeichnete Gerät dient der Bodenbearbeitung. Es wird wie der Hacker zur Auflockerung des Bodens verwendet. Dies geschieht auf besonders schonende Weise, weil mit dem spitzzulaufenden Sauzahn behutsam in das Erdreich eingedrungen werden kann. Kleinere Modelle können auch zur schonenden Entfernung von Unkraut genutzt werden.

Ein Grubber gehört zur Standardausstattung

Grubber
Der Grubber hat seinen Namen aus der englischen Sprache (engl. grub – graben) und ist ein weiteres Gartengerät zur Bodenbearbeitung, genauer gesagt zur Auflockerung des Bodens. Eigentlich handelt es sich dabei um eine mechanische Weiterentwicklung des oben beschriebenen Sauzahns. In kleinerer Form mit Stiel ähnelt der Grubber einer dreigliedrigen Kralle.

Laubbesen
Fälschlicherweise gerne für einen Rechen gehalten, ist der Name beim Laubbesen Programm. Anders als die Harke ist er auf Laub spezialisiert und vermag wegen seiner eng zusammenstehenden „Borsten“ Laub gerade von Rasenflächen wesentlich effizienter und schonender zusammenzufegen.

Besen
Der klassische Besen sollte im Garten ebenso wenig fehlen wie bei Ihnen daheim. Ob die Veranda vor Ihrer Gartenlaube, in der Gartenlaube selbst oder die Steinwege in Ihrem Garten – ein Besen wird Ihnen immer gute Dienste leisten.

Laubbläser

Der Laubbläser gehört vielleicht nicht unbedingt zur Grundausstattung, aber Sie können ihn in den letzten Jahren immer öfter in Gartenanlagen und auf Grünflächen sehen und hören. Der Unterschied zwischen einem Laubsauger und einem Laubbläser liegt in einer Zusatzfunktion begründet. Während ein Laubsauger das Laub einsammelt und in einem Fangsack verwahrt, kann ein Laubbläser das Laub nach dem Einsammeln an seine Umgebung wieder abgeben.

Laubsauger / Laubbläser - praktisch, aber geräuschintensiv

Diese Funktion ist nützlich, wenn Sie das Laub als Düngemittel verwenden möchten. An einer Stelle sammeln Sie das Laub ein, an einer anderen pusten Sie es wieder hinaus, zum Beispiel unter Büsche. Der Laubbläser ist ein motorbetriebenes Gartengerät. Sie können ihn kabelgebunden als Elektro-Laubsauger oder mobil als Akku-Laubbläser erwerben.

Als elektrisches Gerät, das mit Benzin arbeitet, verursacht es entsprechende Geräusche. Nicht selten werden dabei 100 Dezibel und mehr erreicht. Daher achten Sie vor Gebrauch an die gesetzlichen Regelungen, die in der Bundesimmissionsschutzverordnung, BImSchV 32,3 verankert sind: Von 20 Uhr bis 7 Uhr darf eine solche Maschine nicht betrieben werden, ganztags auch nicht an Feiertagen oder am Sonntag. Zusätzlich sind die Ruhezeiten um die Mittagsstunde zu beachten. Außerdem sollten Sie auch an sich denken: Stellen Sie Ihren Laubbläser nicht an, bevor Sie sich einen geeigneten Hörschutz angelegt haben. Für kleinere Gartenanlagen ist der Laubbläser nicht geeignet, da Sie mit einem Rechen oder einer Harke nicht weniger Zeit und Kraft aufbringen werden. Für größere Rasenflächen kann der Laubbläser jedoch eine Unterstützung sein.

Astschere
Bäumen, Hecken und Sträuchern im Garten das wilde und ungebremste Wachstum zu gestatten, ist zwar ein schöner Gedanke, aber meistens aufgrund von rechtlichen Bestimmungen, Sicherheitsvorkehrungen und anderer Pflanzen nicht umsetzbar. Astscheren gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen. Ihre besondere Schärfe und gute Hebelwirkungen ermöglichen einen sauberen Beschnitt von Geästen.

Astsäge
Je nach Größe der Bäume in Ihrem Garten kann es sein, dass eine Astschere nicht ausreicht, wenn ein Ast entfernt werden muss. In so einem Fall bietet es sich an, eine Säge parat zu haben, um dem Ast auf eine klassischere Art zu Leibe rücken zu können.

Eine Axt wird fast immer benötigt

Axt
Hin und wieder muss man als Gartenbesitzer auch Äste oder Stämme entfernen, die sich der Bearbeitung mit Schere oder Säge aufgrund ihrer Festigkeit oder ihres enormen Durchmessers entziehen. Dafür empfiehlt sich die Verwendung einer Axt, weswegen wir sie hier auch mit aufführen. Wer ganz sichergehen will, schafft sich am besten sowohl ein Exemplar mit langem Stiel aus auch eines mit kurzem Stiel an.

Obstpflücker
Wenn es an der Zeit ist, Äpfel und Birnen zu ernten, kann sich dieses Gartengerät als der beste Freund des Gärtners herausstellen. Die Stange (auch gern als Teleskopvariante genommen) mit dem Fangbeutel und integrierten Messern zum Abtrennen des Obstes ermöglicht Ihnen die Ernte, ohne dass Sie den Boden verlassen müssen.

Gartenleiter
Kirschen und Pflaumen bzw. Zwetschgen verweigern sich dem Obstpflücker aufgrund ihrer eher geringen Größe. Wenn Sie also manuell die Ernte einbringen müssen, lohnt sich eine Leiter auf jeden Fall. Diese ist auch gut geeignet, um zum Beispiel Stellen einer besonders hohen Hecke zu erreichen oder Ausbesserungen auf dem Dach der Laube vorzunehmen.

Gartenschere/Rosenschere
Was die Astschere im Großen vollbringt, schaffen Rosen- bzw. Gartenscheren im Kleinen. Unverzichtbar ist dieses Gartenutensil für das Zurückschneiden kleinerer Pflanzen, zum weiteren Zerkleinern von Grünschnitt und zum manuellen Nachtrimmen von Büschen und Hecken.

Rasenmäher
Fast jeder freut sich über eine mehr oder weniger große Wiese in seinem Garten. Schließlich möchte man bei schönem Wetter in seinem grünen Refugium auch einen Platz haben, an dem entspannt, gegrillt und gepicknickt werden kann (mehr dazu weiter unten). Da auch der Rasen hin und wieder gestutzt werden muss, ist ein Rasenmäher ein Muss. Da die mit Benzin betriebenen Geräte mittlerweile verboten sind, sollte es ein elektrischer Rasenmäher sein.

Gibt es Rasen, dann benötigen Sie einen Rasenmäher

Mulchmäher

Mulchen ist wichtig, um den Boden zu düngen, ihm also Nährstoffe zukommen zu lassen. Mit einem Rasenmäher mit Mulchfunktion können Sie sich einen eigenen Mulcher sparen. Der Rasenmäher wird das Gras wie gewohnt kleinhäckseln. Doch anstatt dass es in einem Fangsack gesammelt wird, verteilt der Rasenmäher das Gras nach dem Häckseln gleich wieder auf dem frisch gemähten Boden verteilt. Der Mulchmäher kann Ihnen den Kunstdünger ersparen und Ihren Boden auf natürliche Weise ernähren.

Mulchmähen - Rasenmähen ohne Fangsack - gemähtes Gras ist der ideale Nährstoff für Ihren Boden

Vertikutierer
Für manch einen Gärtner gehören Vertikutierer schon zur gehobenen Ausstattung - für andere sind sie wiederum unverzichtbar. Daher soll diese Gerät hier auch nicht unerwähnt bleiben.
Damit Moos und so genannter Rasenfilz nicht die Überhand gewinnen und nicht in mühsamer säkularer Arbeit per Hand entfernt werden müssen, wurden diese praktischen Gartenhelfer erdacht. Durch ein leichtes Anritzen der Grasnarbe werden unerwünschte "Mitwachser" entfernt, was den Graswurzeln wieder mehr Raum zum Atmen lässt und ein besseres Aufnehmen von Nährstoffen ermöglicht. So kann der Rasen letztendlich auch besser und dichter wachsen.
Vertikutierer sind nicht unbedingt billig, wenn es sich um hochwertige Geräte handelt. Daher kann es nicht schaden, sich vor dem Kauf gründlich zu informieren.

Rasenkantenschneider
Zum Trimmen der Rasenkanten, also dort, wo man mit dem Rasenmäher nicht gut hinkommt, bietet sich dieses Gartengerät zur Verwendung an. Auch Unkraut lässt sich mit dem Rasenkantenschneider gut schneiden.

Bringen Sie ihre Hecke in Form

Heckenschere
Sollte der Garten durch Hecken eingegrenzt oder durch Hecken in Form eines Sichtschutzes vom Nachbargrundstück getrennt sein, ist eine Heckenschere (entweder in mechanischer oder elektrischer Form) ebenfalls unerlässlich. Je nach Größe der Hecke empfiehlt sich die Anschaffung beider Varianten. So kann mit der elektrischen Heckenschere viel Vorarbeit erledigt werden, während mit der mechanischen Schere anschließend nur noch Feinarbeit getan werden muss.

Kleingeräte für die Beet-Bearbeitung
Die Beete, in denen Ihr Gemüse und Ihre Blumen wachsen und gedeihen sollen, benötigen selbstverständlich ebenfalls Zuwendung und Pflege. Dafür sollten Sie über eine gewisse Grundausstattung an Geräten verfügen, die zum Teil kleinere Ausgaben der Gerätschaften darstellen, die wir hier im Artikel bereits erwähnt haben. Dazu gehören die Schaufel, die Harke, der Kleingrubber, der Fugenkratzer, ein Pflanzer und eine Grasschere. Diese Utensilien lassen sich auch oft in Form eines kompletten Sets erwerben.

Werkzeug
Für schnelle Reparaturen und Ausbesserungen kann es nie schaden, einen Grundstock an herkömmlichen Werkzeugen auch im Garten parat zu haben. Hammer, Zange und Schraubendreher sowie ein Sortiment an Nägeln und Schrauben sollten auf jeden Fall vorhanden sein.

Gartenschlauch
Für großflächige und gezielte Bewässerung von Pflanzen sollte ein Gartenschlauch für den Wasseranschluss in Ihrem Garten nicht fehlen. Ein Schlauchsystem mit verstellbarer Düse ermöglicht schonende oder „brachiale“ Bewässerung je nach Anforderung.

Regentonnen
Wenn wir schon beim Thema Bewässerung sind: Verschwenden Sie keinesfalls das lebensspendende Nass, welches vom Himmel fällt. Ein bis zwei große Regentonnen in Ihrem Garten fangen den nassen Segen auf und schaffen Ihnen so ein hervorragendes Wasserreservoir für trockenere Perioden und besonders durstige Pflanzen.

Gießkanne
Auch dieses Gerät dürfte hinlänglich bekannt sein. Gießkannen sind in verschiedenen Größen und Materialien erhältlich und sollten in der Garten-Grundausstattung ebenfalls nicht fehlen.

Eimer
Nicht nur zur großzügigeren Distribution von Wasser, sondern auch zur Obsternte oder zum Unkrautsammeln bei den Jätarbeiten sind Eimer nützliche Helfer. Hier können Sie auch gut auf alte Eimer (zum Beispiel Farbeimer – gründlich gereinigt) aus Ihrem Haushalt zurückgreifen.

Sammelsäcke
Falls Sie in Ihrem Garten die anfallenden Mengen Laub, Gras und Strauchschnitt nicht vollständig selbst kompostieren können, sollten sie Sammelsäcke zur Hand haben, um das Grün direkt einsammeln und zum nächsten Wertstoffhof bringen zu können.

Erste-Hilfe-Mittel für Pilzerkrankungen
Wenn Pflanzen ernsthafte Krankheiten aufweisen, sollten Sie sich beim Fachmann informieren und entsprechende Maßnahmen einleiten. Zur Behandlung leichter Pilzerkrankungen genügen oft jedoch schon Dinge des täglichen Bedarfs wie Backpulver, Milch, Öl oder Spülmittel.

Ausstattung für die gemütlichen Stunden
Im Idealfall ist ein Garten nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Relaxen und Wohlfühlen da. Wenn es der Platz erlaubt, sollten Sie auch hier vorsorgen und je nach Platz (auch zur Aufbewahrung) vorsorgen. Ein Kühlschrank in der Gartenlaube sorgt für kalte Getränke und hält auch mitgebrachte Lebensmittel frisch. Einen Grill (Holzkohle, Propan oder sogar als Grillkamin) könnte man auch problemlos als Teil der Garten-Grundausstattung bezeichnen. Und damit die gegrillten Köstlichkeiten auch bequem bei einem Plausch verzehrt werden können, sollten Gartenmöbel (Tisch und Stühle zum Zusammenklappen) nicht fehlen. Zum Schutz vor brennender Sonne empfiehlt sich zudem ein Sonnensegel oder Sonnenschirme.

Gartengeräte – wo kaufen?

Nachdem wir nun ein ansehnliches Repertoire an Gerätschaften aufgelistet haben, stellt sich die Frage: Wo besorge ich mir das alles? Letztendlich gibt es mehrere Optionen, die je nach Geldbeutel und gewünschter Qualität in Frage kommen.

Baumärkte und Gartencenter

Dies ist die naheliegendste Option. Solche Fachgeschäfte führen in der Regel ein breites Sortiment an Gartengeräten verschiedener Hersteller. Oftmals führen sie sogar Hausmarken, die preislich deutlich unter den großen Herstellern rangieren. Worauf beim Kauf von Gartengeräten hinsichtlich der Qualität geachtet werden sollte, erfahren Sie im nächsten Abschnitt des Artikels. Gartenfachmärkte sind bisweilen etwas kleiner als die großen Baumärkte, verfügen dafür aber in der Regel auch über besser geschultes (weil spezialisiertes) Personal, so dass Kunden kompetenter beraten werden können.

Landhandel

Neben Saatgut, Futtermitteln und Dünger führen diese Fachhändler bisweilen auch Ausrüstung und Gerätschaften für den heimischen Garten. Hier kaufen Landwirte und Profi-Gärtner bzw. Gärtnereibetriebe ihre Geräte und Werkzeuge ein, was sich oftmals auch in der Qualität der Geräte niederschlägt.

Online-Shops

Da es heutzutage nichts mehr gibt, was nicht auch bequem im Internet bestellt werden könnte: Selbstverständlich können Sie auch Gartengeräte online kaufen. Viele Baumärkte und Gartencenter haben einen eigenen Online-Shop an ihre Webseiten angelagert; dazu kommen Spezialshops wie zum Beispiel regioware.de oder the-british-shop.de. Auch gebraucht, also bei eBay und Co., lassen sich Gartengeräte online erwerben. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, und zwar gerade für Garten-Einsteiger: Denn wenn Sie sich nicht mit den Marken und Geräten auskennen, Könnte Ihnen die Beurteilung der Qualität vom Bildschirm aus schwerfallen. Informieren Sie sich daher vorher andernorts (vielleicht ebenfalls im Internet) über Erfahrungen, die andere Gärtner mit den von Ihnen favorisierten Geräten gesammelt haben. Und im Zweifelsfall: Machen Sie sich die Mühe und fahren Sie in ein Geschäft. Den Online-Einkauf können Sie dann beim nächsten Mal tätigen, wenn Sie in der Kunst des Gärtnerns etwas vorangeschritten sind.

Worauf sollte beim Kauf von Gartengeräten geachtet werden?

Auch für Gartengeräte gilt: Kaufen Sie nicht die Katze im Sack. Schönes, stylisches Aussehen ist hier völlig nebensächlich. Es handelt sich um Gebrauchsgegenstände, mit denen Sie zum Teil schwere Arbeiten verrichten müssen. Das heißt: Praktikabilität und Stabilität haben absolute Priorität. Hier sind ein paar Punkte, die Sie beim Kauf beherzigen sollten.

Gibt es Garantie auf das Werkzeug?

Wer Qualität liefert, hat keine Angst vor Härtetests. Achten Sie deshalb darauf, ob Ihnen der Hersteller für seine Werkzeuge Garantie gewährt. Falls dies nicht der Fall ist, sollten Sie skeptisch sein.

Sind die einzelnen Teile stabil und benutzerfreundlich?

Das schönste Werkzeug und Gartengerät nützt herzlich wenig, wenn es sich bei der kleinsten Belastung verbiegt, bricht oder ausleiert. Lesen Sie daher vor dem Kauf die Hinweise auf den Verpackungen der Geräte, lassen Sie sich beraten (Hinweis: Zuvor die Bodenbeschaffenheit Ihres Gartens feststellen, siehe oben) und testen Sie händig, ob sich die Metallteile der Gartengeräte leicht verbiegen lassen oder ausreichend Stabilität aufweisen. Sind die Stiele der Geräte aus stabilem Holz oder Kunststoff gefertigt, wackelt oder quietscht nichts?

Lassen sich Einzelteile austauschen?

Achten Sie darauf, ob sich (zum Beispiel bei einer Harke) der Stiel bzw. der Kopf austauschen lassen. Es ist ärgerlich und nicht gerade benutzerfreundlich, wenn beispielsweise der Stiel nach langjähriger Benutzung einfach schlappmacht und Sie deshalb den voll funktionstüchtigen Kopf ebenfalls entsorgen müssen.

Zusammenspiel von Gartengeräten und Körpergröße

Apropos Stiel: Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich Harke, Grubber und Spaten mit Ihrer Körpergröße vertragen. Bei einem Stiel, der für Sie viel zu kurz ist, werden Sie nach kürzester Zeit Rückenschmerzen bekommen, weil Sie bei der Arbeit eine ungünstige Körperhaltung einnehmen müssen. Bei einem zu langen Stiel hingegen wird die Arbeit allgemein anstrengender, da Sie mehr Kraft aufwenden müssen, um die Arbeiten auszuführen. Probieren Sie daher im Gartencenter aus, welcher Stiel die optimale Länge hat. Wenn die Geräte von mehreren Personen mit unterschiedlichen Körpergrößen verwendet werden sollen, lohnt es sich, über Geräte mit Wechselsystem nachzudenken.

Pflege von Gartengeräten: Dem Verschleiß vorbeugen

Grundsätzlich gilt, was bereits im letzten Abschnitt gesagt wurde: Da es sich um Gebrauchsgegenstände handelt, mit denen grobe Arbeiten verrichtet werden, ist der Verschleiß auf die Dauer unvermeidlich. Sie werden über kurz oder lang nicht umhin kommen, die Messer Ihres Rasenmähers zu schärfen (oder nach zu starker Abnutzung auszutauschen), einen neuen Stiel für Harke und Grubber zu kaufen oder verrostete Metallteile zu ersetzen. Mit der richtigen Pflege können Sie dies jedoch verzögern beziehungsweise längerfristig vermeiden.

  • Säubern Sie Ihre Geräte regelmäßig. Entfernen Sie Erd- und Laubreste von Metallteilen aus Zwischenräumen und Ritzen.
  • Schützen Sie rostanfällige Geräte. Dazu gehört, diese nach Gebrauch wieder in den Unterstand zu überführen (nicht draußen herumliegen lassen), aber auch die Behandlung mit Rostentferner etc. kann vonnöten sein.
  • Ölen Sie Geräteteile (zum Beispiel bei Rasenmähern oder Schubkarren regelmäßig ein), prüfen Sie die Festigkeit und den Verschleiß von Schrauben, Muttern und Reifen.

Exkurs: Kupfer-Gartengeräte

Aktuell diskutiert die Gartenwelt über den Gebrauch von Kupfer-Gartengeräten. Eine leichte oder massive Kupferlegierung ist diesen Gartengeräten eigen. Sie soll aus Feldhaue, Handkralle oder Spaten besondere Gartengeräte machen. Der Vorteil dieser Werkzeuge liege in den Eigenschaften von Kupfer begründet, meinen die Befürworter. Mit jedem Spatenstich und jedem Nachziehen des Bodens mit einer Kupfer-Handkralle oder einem Bodenlockerer aus Kupfer werde das Metall als Abrieb in den Boden eingebracht. Da Pflanzen Kupfer als Spurenelement für den Eiweißaufbau benötigen, könnte ein Boden, der wenig Kupferanteil aufweist, den Pflanzen zu gesundem Wachstum verhelfen.

Weitere Theorien gehen davon aus, dass das Metall aufgrund seiner nicht-magnetischen Wirkung weniger in das Spannungsfeld des Bodens eingreife als zum Beispiel Eisen. Außerdem diene das Metall als Abschreckung für Schnecken und Regenwürmer, da Kupfer ihre Schleimhaut schädige. Bekannte Befürworter für Kupfer-Gartengeräte sind die Hersteller PKS Bronze und Anton Kupfer. Beide orientieren sich an den Erkenntnissen des österreichischen Försters und Naturforschers Viktor Schauberger, der im Gebrauch von Eisenwerkzeugen eine langfristige Schädigung des Bodens sah. Dabei sind nur die Teile des Gartengerätes aus Kupfer, die mit dem Boden in Kontakt kommen. Der Stiel besteht aus Lindenholz oder anderen robusten Holzarten.

Bei allen Vorteilen, die derzeit diskutiert werden, beachten Sie jedoch, dass Kupfer als Schwermetall nur bis zu einem gewissen Grad für den Boden belebend sein kann. Nach der Überschreitung einer bestimmten Grenze wird der Boden vergiftet. Ob ein Boden zu kupferhaltig ist, kann eine Bodenanalyse ergeben. Der Gärtner sieht es daran, dass die Pflanzen schnell ihre Blätter verlieren und Wurzelschäden entstanden sind. Zu viel Kupfer macht den Boden sauer.

 

Weitere Informationen

Spezielle Online-Shops für Gartengeräte: 

 

Gartenmagazin von Gardena

Gartentipps von Wolf Garten

Ratgeber Mulchmäher, Rasenmäher und ähnliches bei edingershops.de 

 

 

Bildquellen:Fotolia.com (Einzelnachweise siehe Impressum)Garrdena und Wolfgarten

 

Autor: 

 Magazin


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